Das Stiefkind der ärztlichen Berufsausübungsgemeinschaft: Die Partnerschaftsgesellschaft – Teil II: Name der Partnerschaft

Bei der Namenswahl für die Partnerschaft müssen gründungswillige Ärzte und Zahnärzte kein die Patienten möglicherweise verunsicherndes Neuland betreten. Die „Firma“, also der Name einer Partnerschaftsgesellschaft darf das Wort „Gemeinschaftspraxis“ enthalten, wenn durch einen Namenszusatz sichergestellt ist, dass andere, vor allem Patienten, die Gemeinschaftspraxis als Partnerschaft erkennen (OLG Schleswig, Beschl. v. 18.9.2002, Az. 2 W 80/02).

§ 2 Abs. 1 des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes (PartGG) lautet: Der Name der Partnerschaft muß den Namen mindestens eines Partners, den Zusatz “und Partner” oder “Partnerschaft” sowie die Berufsbezeichnungen aller in der Partnerschaft vertretenen Berufe enthalten. 2Die Beifügung von Vornamen ist nicht erforderlich. Die Namen anderer Personen als der Partner dürfen nicht in den Namen der Partnerschaft aufgenommen werden.“

Die Partnerschaft bietet demzufolge einige interessante Möglichkeiten zur Namensgebung. Der Name einer Partnerschaftsgesellschaft von Chirurgen könnte also – mit und ohne den Namensbestandteil „Gemeinschaftspraxis“ – z.B. lauten: „Gemeinschaftspraxis Dr. X & Y Fachärzte für Chirurgie in Partnerschaft“, , Gemeinschaftspraxis Dr. X & Y Fachärzte für Chirurgie – Partnerschaftsgesellschaft“; Auch die Bezeichnung „Gemeinschaftspraxis Dr. X & Partner Fachärzte für Chirurgie“ ist zulässig und hat insbesondere bei größeren Praxen den Vorteil, dass nicht alle Partner im Namen der Praxis aufgeführt werden müssen.

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