Erste bundeseinheitliche Studie zu Behandlungsfehlern – MERS

Die Schlichtungsstelle der norddeutschen Ärztekammern hat erstmals eine bundeseinheitlich erstellte Statistik zu ärztlichen Behandlungsfehlern herausgegeben (MERS = Medical Error Reporting Systems).

Die Statistik für das Jahr 2006 enthält neben quantitativen Angaben auch konkrete Aussagen zum Inhalt erhobener Vorwürfe. Das ist nicht nur für Mediziner eine wichtige und interessante Orientierungshilfe für die Schadensträchtigkeit bestimmter Diagnose- und Behandlungsarten. Auch für den mit dem Arzthaftpflichtrecht befassten Anwalt ist diese Studie eine wichtige Hilfe – ist es doch häufig problematisch, den medizinischen Hintergrund und das durchschnittliche Schadensrisiko eines an den Arzt erhobenen Vorwurfs einzuordnen.

Klare Tendenz: Über die Hälfte der Fälle betrafen die operative Therapie und die stationäre Behandlung etwa doppelt so häufig wie die ambulante Behandlung.Die am häufigsten fehlbehandelte Krankheit ist nach den Erkenntnissen der 2006er Statistik Koxarthrose (Hüftgelenkarthrose) und im ambulanten Bereich die bösartige Neubildung von Mammakarzinomen. http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=55393

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