Narkosearzt wegen Verabreichung bereits verwendeter Narkoselösung vor Gericht

Der heute 54-Jährige soll laut Anklage Ende Oktober 2002 während einer zahnärztlichen Behandlung eine bereits verwendete Narkoselösung eingesetzt haben. Da sie schon einmal benutzt worden war, war sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft möglicherweise mit Bakterien verunreinigt. Das dreijährige Mädchen verstarb nach der Behandlung an einem septischen Schock.

 
Der Arzt gab zu, mehrfach aus der bereits geöffneten Flasche Betäubungsmittel in Spritzen gefüllt zu haben – laut Staatsanwaltschaft entgegen dem ausdrücklichen Hinweis des Herstellers.
Der Angeklagte bestreitet aber, dass dies zum Tod der Patientin geführt habe. 

Quelle: Focus Online 

Anmerkung: Nun wird das Gericht vermutlich nicht ohne ein Sachverständigengutachten entscheiden können. Darin wird die Frage zu klären sein, ob die Lösung nicht mehr hygienisch verwendet werden konnte. Gelingt dieser Nachweis nicht, gilt zugunsten des Arztes die Unschuldsvermutung.

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