KBV hat neuen zweiten Vorstandsvorsitzenden

Der zweite Vorstandsvorsitzende der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) trat am 06.07.2007 zurück. Zuvor sprachen 47 von 60 Mitgliedern der Vertreterversammlung Herrn Ulrich Weigeldt ihr Misstrauen aus. Damit scheint der Konflikt über die künftige Ausrichtung der Kassenarztvertretung zunächst beigelegt.
Sein Nachfolger wurde heute bestimmt. Dies ist der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, Carl-Heinz Müller. Dieser ließ in einer Pressemitteilung der KBV wissen:

„Als Allgemeinmediziner werde ich die hausärztlichen Interessen mit Nachdruck vertreten. Gemeinsam mit meinem Vorstandskollegen Dr. Andreas Köhler werde ich jedoch auch eine Politik für alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten machen. Das heißt, immer wieder über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Wenn wir die ambulante Versorgung für die Patienten verbessern und die unbefriedigende Vergütungssituation für die Ärzte beheben wollen, so können wir diese Aufgaben nur gemeinsam schultern. Lagerbildungen sind da fehl am Platze. Daher werde ich mich für eine starke Vertragsärzteschaft unter dem Dach der KBV einsetzen.“

Link: Pressemitteilung der KBV vom 11. Juli 2007

Grund für den Misstrauensantrag gegen den Vorstand ist vor allem der Streit darüber, wer künftig die Versorgungsverträge mit den Kassen abschließen soll: wie bisher die kassenärztlichen Vereinigungen oder auch – wofür Weigeldt warb – andere Ärzteorganisationen, was der Deutsche Hausärzteverband angekündigt hatte.

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