Narkosearzt wegen Todes eines Kindes durch verunreinigtes Narkose-Mittel verurteilt

Im Fall des nach einer Zahnbehandlung mittels verunreinigtem Narkose-Mittel gestorbenen dreijährigen Mädchens (MediBlawg berichtete) hat das Landgericht Ellwangen in Deutschland am gestrigen Mittwoch gegen den Narkosearzt eine Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verhängt.

Das Gericht verurteilte den Facharzt unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Es folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Nach Überzeugung des Gerichts und der Mehrzahl der Gutachter besteht kein Zweifel daran, dass die Komplikationen mit der Gabe des Medikaments zusammenhängen. «Sie haben ein unverständlich hohes Maß an Leichtsinn und Gedankenlosigkeit und eine erschreckende Lässigkeit an den Tag gelegt», rügte der Richter den Angeklagten. Weil zumindest eine Heilabsicht vorlag, ging das Gericht jedoch von einem minder schweren Fall aus.

Quelle: Ad-Hoc News

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