LG Köln: Arzt macht intersexuelle Patientin illegal zum Mann Urt. v. 06.02.2008, Az. Az.: 25 O 179/07

Das Landgericht Köln hat einen Arzt wegen des operativen Eingriff bei einer intersexuellen Patientin zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt. Im Vorgriff auf eine 1977 durchgeführte operative Entfernung ihrer Eierstöcke und der Gebärmutter sei die Klägerin “nicht zutreffend aufgeklärt” worden. Was war passiert?

Bevor die Klägerin durch die streitige OP biologisch zu einem Mann gemacht wurde, konnten ihre äußeren Geschlechtsorgane nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden.
Bei dem chirurgischen Eingriff wurden jedoch nur weibliche Geschlechtsorgane gefunden. Vor der Operation musste die Klägerin davon ausgehen, dass sie “gemischtgeschlechtlich” sei. Die bei der OP festgestellte rein weibliche Anatomie habe nach Auffassung des LG Köln die Grundlage für die Einwilligung zu der Operation entzogen. Der Operateur hätte den Eingriff abbrechen müssen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: FAZ.net

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